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Von Carpaccio bis Soufflé

Blumenkohl liefert Aroma mit Köpfchen

Mit Hirse und Gemüse gemischt, wird der Blumenkohl zu einem „Hirsotto“. Foto: Paulina Sauer Food Fotography & Content Creation/dpa-tmn

Wenn man mit Kathy Kordalis über Blumenkohl spricht, startet sie mit einem gewagten Vergleich: „Wie der legendäre Phönix aus der Asche schüttelt der Blumenkohl seinen Ruf als unscheinbare, gekochte Beilage ab.“  Und Kordalis legt gleich noch einen Superlativ nach: „Blumenkohl hat Superkräfte“, meint die in London lebende Australierin. Außerdem verrät sie: „Eigentlich liebe ich alle Gemüsesorten. Aber die Brassica-Familie, also die Kreuzblütler, aus der unsere Gemüsekohlsorten stammen, mag ich besonders. Der Blumenkohl ist dabei der vielseitigste“, sagt die Kochbuchautorin. 

Blumenkohl eignet sich als Hauptmahlzeit 

Seit Jahren schätzt Kordalis den Blumenkohl als kohlenhydratarme Alternative, die sie brät, dünstet, zerkleinert oder püriert auf den Teller bringt. „Dabei habe ich entdeckt, dass Blumenkohl nicht nur eine Beilage ist, sondern wirklich das Hauptereignis an einem Tisch sein kann. Er ist gehaltvoll genug, um eine Hauptmahlzeit zu sein. Und je nachdem, welche Methode man für die Zubereitung wählt, verwandelt er sich in etwas Leckeres“, schwärmt Kordalis. 

Überall auf der Welt ist Blumenkohl das ganze Jahr erhältlich. Die Farbpalette reicht von Weiß über Gelb bis hin zu Violett. Blumenkohl, auch Karfiol, Blüten- oder Traubenkohl genannt, überzeugt durch seine variantenreiche Zubereitung: sauer eingelegt oder roh gegessen, bezaubert er durch seinen frischen Geschmack. Unter der Grillschlange entwickelt er eine goldbraune, knusprige Haut. Zart gegart ist er ein wahrer Gaumenschmaus, der es nicht verdient hat, geschmacklich unter einer mächtigen Käsesauce zu verschwinden. Er ist ein Gemüse, das Aromen und Gewürze regelrecht aufsaugt und mit vielen Geschmacksrichtungen harmoniert.

Blumenkohl harmoniert mit exotischen Gewürzen

Die Gewürzexpertin Bettina Matthaei lässt sich gerne aus den Küchen der Welt für ihre Blumenkohlrezepte inspirieren. Die Rezeptentwicklerin schätzt das ballaststoffreiche Gemüse in sämtlichen Zubereitungsarten: ob im Ofen, knackig gedämpft oder fix im Wok zubereitet, verträgt sich der Blumenkohl mit vielen exotischen Gewürzen. Curry, Ingwer, Knoblauch, Chili, Limette, Koriandergrün und Kokosöl oder Kokosmilch setzen zum Beispiel asiatische Akzente.

Auch die indische Küche sorgt für Aromenvielfalt, etwa mit der bengalischen Würzmischung „Panch Phoron“. Die Gewürzmischung besteht aus fünf verschiedenen ungemahlenen Samen: Schwarzer Senf, Schwarzkümmel, Fenchelsamen, Kreuzkümmel und Bockshornkleesamen. „Man erhitzt Ghee oder Kokosöl und gibt ein bis zwei Teelöffel Panch Phoron dazu. Wenn es anfängt zu duften und zu knistern, ist es fertig und kann über den zuvor kurz gedämpften Blumenkohl gegossen werden“, erläutert Bettina Matthaei.

Der Kohl ist sehr nährstoffreich

Auch Antje Gahl von der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) attestiert dem Blumenkohl aus Sicht der Ernährungswissenschaft ein gutes Zeugnis: Eine Portion Blumenkohl enthält einen nahrhaften Mix, er ist eine Quelle für Ballaststoffe, Eiweiß, Vitamin C und K sowie B-Vitamine, also unter anderem Folat, Biotin und Vitamin B6, sowie die Mineralstoffe Kalium und Magnesium.

Der Blumenkohl ist so etwas wie ein Musterschüler: Er ist vielfältig und wandelbar in der Zubereitung, dabei aber wenig aufwendig in der Lagerung. Er hält es gut eine Woche im Keller oder Kühlschrank aus.

Im von der DGE aufgelegten Familienkochbuch „Queerbeet und kunterbunt“ gibt es zum Beispiel das Rezept „Buntes Hirsotto“: 250 Gramm Hirse, 150 Gramm Erbsen (frisch oder Tiefkühlware), vier Möhren und ein Kopf Blumenkohl (geputzt und in kleine Röschen zerteilt) werden kurz in Rapsöl angebraten und köcheln anschließend 10 Minuten in Gemüsebrühe, bevor sie bei geschlossenem Deckel weitere 15 Minuten quellen. Mit Petersilie und Parmesan ist das fix zubereitet.

Blumenkohl-Salat mit Wildreis und Rosinen

Zu Kathy Kordalis' Lieblingsrezepten gehört ein Salat, der den Blumenkohl mit Wildreis und Rosinen zusammen bringt – „ein Mix aus süßen, würzigen, nussigen und pikanten Aromen, zudem schön knusprig“.

Während der Wildreis mit Gemüsebrühe, einer roten Zwiebel und einer kleinen Knoblauchzehe köchelt, wandern die Blumenkohlröschen auf einem Blech für 15 Minuten in den Backofen (200 Grad, Gas Stufe sechs), bis sie zart und goldbraun sind. In dieser Zeit werden Haselnüsse und gelbe Rosinen mit einem Löffel Sherryessig und dem Saft einer halben Zitrone in Butter kurz in einem Topf erhitzt.

Als leichtes Sommergericht empfiehlt sich ein Blumenkohl-Carpaccio. Neben Blumenkohlröschen gehören Rote Bete, Radieschen, Kohlrabi und eine Birne dazu. Für das Dressing werden eine Schalotte, Olivenöl, eine rote Chilischote (ohne Kerne), eine Knoblauchzehe, Petersilie, Zitronen- und Limettensaft, Sojasoße und Ahornsirup gemischt.

Darin werden der dünn geschnittene Blumenkohl und das andere, ebenfalls in dünne Scheiben geschnittene Gemüse etwa 20 Minuten vor dem Servieren großzügig mariniert.

Vielleicht ist Kathy Kordalis' vollmundiger Vergleich doch nicht so weit hergeholt, wie man denken möchte. Es lohnt sich, den Blumenkohl wieder neu zu entdecken. dpa