Fairtrade-Kakao
Weltweit bauen derzeit rund 322 000 Kleinbäuerinnen und Kleinbauern in 323 Fairtrade Produzentenorganisationen in Afrika, Lateinamerika und Asien Fairtrade-Kakao an.
Ökonomie, Ökologie und Soziales sind die drei Säulen der Fairtrade-Standards. Alle Produzentenorganisationen und Händler müssen sich an die vorgegebenen Standards halten – erst dann dürfen ihre Produkte mit dem Fairtrade-Siegel ausgezeichnet werden. Kontrolliert wird die Einhaltung durch die unabhängige Zertifizierungsgesellschaft Flocert.
Der Fairtrade-Mindestpreis für Kakao deckt die Kosten einer nachhaltigen Produktion. Die zusätzliche Gemeinschaftsprämie verbessert die Lebenssituation der Bauernfamilien sowie ihrer Dorfgemeinschaften, indem sie in Projekte zur Förderung der Gesundheit, Bildung, Umwelt, usw. investiert werden kann. Dabei entscheiden die Produzenten, wofür die Prämie genau verwendet werden soll.
Gemeinsam gegen Kinderarbeit

Die Fairtrade-Standards enthalten nicht nur strikte Vorgaben, die ausbeuterische Kinderarbeit verbieten, sondern auch eine Reihe von Maßnahmen, um Kinderarbeit zu identifizieren, zu beseitigen und zu verhindern. Die Vorgaben sind sowohl im Standard für Kleinbauernkooperativen sowie im Händlerstandard verankert. Dabei orientiert sich Fairtrade an den Übereinkommen 138 zum Mindestalter und 182 zu ausbeuterischer Kinderarbeit der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO).
Schutz der Wälder
Die Abholzung von Wäldern weltweit hat sich zu einem der größten Umweltprobleme unserer Zeit entwickelt. Auch in den Kakaoanbaugebieten wurde in den letzten Jahren immer mehr Wald für Anbaufläche abgeholzt. Die Entwaldung in Westafrika zu stoppen gehört zu den Prioritäten von Fairtrade. So verbieten die Fairtrade-Standards beispielsweise die Abholzung von Naturschutzgebieten.
Auswirkungen von Corona auf den Kakaosektor
Kakaoproduzentenorganisationen in Côte d’Ivoire und Ghana hat die Corona-Pandemie schwer getroffen: Exporte und Verkäufe haben sich infolge der Lockdown-Restriktionen für die Zielhäfen von Kakaoexporten verlangsamt. Durch ausbleibende Einkommen fehlen vielen Familien die finanziellen Mittel, um Lebensmittel zu kaufen oder das Schulgeld für die Kinder zu bezahlen. Durch das Ausbleiben von Arbeitskräften und Einkommen steigt das Risiko von ausbeuterischer Kinderarbeit für Millionen von Kindern in der Region. Das ganze Ausmaß der Pandemie auf die Kakaobranche wird sich wohl erst in ein bis zwei Jahren zeigen. Schon heute ist allerdings absehbar, dass Bäuerinnen und Bauern in Fairtrade-Kooperativen durch höhere Einkommen, die Fairtrade-Prämie und starke Organisationsstrukturen bessere Chancen haben, die Krise zu bewältigen.
Wussten Sie, dass viele luxemburgische Partner mit Fairtrade-zertifizierten Rohstoffen aus Afrika, Lateinamerika oder Asien arbeiten, wie z.B. Kakao, Zucker, Kaffee? Kombiniert mit der Kreativität luxemburgischer Hersteller und auch lokalen Zutaten werden diese Produkte von den heutigen Verbrauchern zunehmend geschätzt! C.
Endecken Sie die Fairtrade Schokolade auf www.fairtrade.lu