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Auf Plastik lasse sich auch beim Transport verzichten: Mit Charme verpackt sind die Leckereien in verschließbaren Gläsern, Butterbrotpapier oder Boxen aus Edelstahl. Oft vergessen würden Schneidebrett, ein scharfes Messer, Flaschenöffner, Küchenhandtuch und Müllbeutel. Dafür hat Marc Steinhilb auf seiner Seite eine Picknick-Checkliste erstellt.
Auch ein ungewöhnliches Rezept verrät der Hobbykoch: Schottische Eier. Das sind hartgekochte Eier, die mit gewürztem Wurstbrät ummantelt und dann kross frittiert werden. „Ich liebe diesen Klassiker. In England ist er fester Bestandteil der Picknickkultur, hierzulande noch relativ unbekannt“, sagt Steinhilb.
Essen unter freiem Himmel als Abenteuer
Auch Claudia Schilling ist eine Picknick-Expertin. Sie hat über die Jahre zahlreiche einfache, aber raffinierte Rezepte für den Alltag auf Achse erprobt und perfektioniert. „Schon kleine Kinder lieben es, auf dem Boden im Wohnzimmer oder unter freiem Himmel zu essen, nur mit dem Nötigsten ausgestattet und ohne herkömmliche Regel: das ist Abenteuer.“
Wie zu Hause soll die Ernährung auch unterwegs gesund und abwechslungsreich sein. Ihr Lieblingsgericht ist das gefüllte Pizzabrot.
Dafür den mit getrocknetem Rosmarin gewürzten Pizzateig einen Zentimeter dick zu einem Rechteck ausrollen und mit Basilikumpesto bestreichen, dabei etwas Rand aussparen. Den Pizzateig mit Parmaschinken, Büffelmozzarella, Artischockenherzen aus dem Glas und getrockneten Tomaten belegen. Den Teigrand mit Wasser bestreichen und von der Längsseite her aufrollen und zu einem Kranz in der Mitte formen. Das Pizzabrot 30 Minuten gehen lassen und im vorgeheizten Backofen etwa 40 Minuten bei 200 Grad backen.
Couscous-Salate suppen nicht durch
Eine weitere Idee von Schilling sind Couscous-Salate. „Die kann man gut transportieren, ohne dass sie durchsuppen“, erklärt sie den Vorteil. Die Salate seien einfach gemacht und gelingsicher, aber dennoch nicht alltäglich, weil man sie ganz kreativ zubereiten kann, so die Kochbuchautorin. Den Gurken-Feta-Couscous peppt sie etwa mit Granatapfelkernen, Pistazienkernen und Pfefferminze auf, Rote Bete und Kichererbsen kombiniert sie mit Hüttenkäse und Petersilie und getrocknete Tomaten mit schwarzen Oliven, Mozzarella und Basilikum. Und wenn die Sonne mal nicht scheint? In der Rubrik „Heißes für kalte Tage“ gibt es Rezepte, die sich zum Aufwärmen eignen. „In isolierten Thermo-Lunchboxen oder klassischen Thermoskannen bleiben Essen und Suppe gut warm“, sagt die 46-Jährige.
Das Auge isst mit – auch oder erst recht beim Picknicken. Daher hat die Foodstylistin kreative Tipps und Anleitungen zusammengestellt, wie man Speisen hübsch transportieren kann. Aus einem beklebten Milchkarton lässt sich zum Beispiel eine dekorative Box für Knabbereien basteln oder aus einer Kühltasche einen Thermo-Lunchbag schneidern. dpa