Mein Tablet, meine Kaffeemaschine & ich

Elektrische Geräte machen jeden Zweiten glücklich – und jeden Vierten wütend

Elektrogeräte gehören zum Alltag. Da macht es Sinn, dass beim Gebrauch die ein oder andere Emotion aufkommt. Foto: djd/E.ON/Malte Braun

Trotz aller Zuneigung und Glücksgefühle kann es auch mal Ärger geben. Das gilt nicht nur für zwischenmenschliche Beziehungen, sondern in ähnlicher Form ebenso für das Zusammenleben von Mensch und Elektrogeräten.Eine aktuelle deutsche Umfrage zeigt, dass elektrische Alltagshelfer glücklich machen – aber gelegentlich auch für Verdruss sorgen können. Doch wie in jeder guten Partnerschaft auch, überwiegen eindeutig die positiven Emotionen. Mehr als die Hälfte der Menschen (55 Prozent) haben demnach ein elektrisches Gerät in ihrem Haushalt, das sie besonders glücklich macht.Glücksbringer im HaushaltInsbesondere Multimediageräte wie Fernseher oder Musikanlagen (49 Prozent) und Kommunikationsgeräte wie Smartphones oder das Telefon (48 Prozent) erzeugen bei den Befragten starke positive Emotionen. Bei rund jedem Dritten (36 Prozent) lösen Küchengeräte wie Herd oder Spülmaschine Glücksgefühle aus. Die Hauptgründe für positive emotionale Reaktionen: Die Geräte nehmen den Befragten Arbeit ab oder sorgen für Unterhaltung. Zu diesen Ergebnissen kommt eine repräsentative E.ON-Umfrage, die das Meinungsforschungsinstitut YouGov durchgeführt hat. „Elektrogeräte begleiten uns immer enger im Alltag – deshalb kennen wir wohl alle Situationen, in denen es im Umgang mit ihnen auch mal emotional werden kann“, sagt Claudia Häpp von E.ON: „Es freut uns, dass die Mehrheit der Deutschen positive Emotionen mit Elektrogeräten und somit auch mit dem Thema Energie verbinden.“Allerdings gehören zum innigen Miteinander mit der Technik bisweilen nicht nur positive Emotionen. Jeder Vierte (24 Prozent) gab an, dass Elektrogeräte manchmal ärgern können oder wütend machen. Vor allem wenn sie laute oder nervige Geräusche erzeugen, kommt es zu negativen Emotionen, aber auch dann, wenn die Technik nicht das tut, was sie soll.Persönliche Bindung im Trend„Haushaltsgeräte waren schon immer Statussymbole, auf die man stolz ist und die man zeigt“, erklärt Prof. Dr. Martina Heßler, Geschichtsprofessorin der TU Darmstadt, die seit über 20 Jahren zu Emotionen gegenüber technischen Geräten forscht. Da verwundert es überhaupt nicht, dass jeder Sechste in der Studie einräumte, schon einmal eine persönliche Bindung zu mindestens einem seiner Elektrogerät aufgebaut zu haben. Selbst der Staubsauger bekommt dann liebevolle Spitznamen wie „Saugfried“ oder „Staubi“.Besonders jüngere Menschen im Alter von 18 bis 24 Jahren kennen solche Beziehungen. Prof. Dr. Martina Heßler nimmt an, dass dieser Trend sich in Zukunft noch weiter fortsetzen wird: „Smarte Haushaltsgeräte werden unser Zusammenleben mit Elektrogeräten stark verändern. Forschungen zeigen, dass die Interaktion, also das individuelle Reagieren des Gerätes, einen Bindungseffekt erzeugt.“ djd   

Elektrische Geräte machen jeden Zweiten glücklich – und jeden Vierten wütend