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Solaranlage to go

Bauen & Wunnen
Die Installation der kleinen Fotovoltaikanlagen ist unkompliziert. Im Prinzip werden die Geräte einfach an eine Steckdose angeschlossen. Foto: Infinitum Energie/dpa-tmn
Bauen & Wunnen 10.04.2019
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Solaranlage to go

Mini-Photovoltaikanlagen für die Steckdose

Wer Strom aus erneuerbaren Energien selbst erzeugen will, musste bislang Hausbesitzer sein und teuere Anlagen fest installieren können. Neue mobile Photovoltaikanlagen für den Balkon sind gerade für Mieter attraktive Lösungen. Lohnen sie sich auch für Hausbesitzer?


Auch Mieter von Wohnungen haben die Möglichkeit, Mini-Solarstromanlagen anzubringen. Foto: indielux/dpa-tmn

Die Sonne als Energiequelle zu nutzen, ist für viele Hausbesitzer schon längst eine Selbstverständlichkeit. Solarstromanlagen zieren heute viele Dächer. Seit kurzem haben Mieter von Wohnungen außerdem die Möglichkeit, Mini-Solaranlagen auf dem Balkon anzubringen. Großer Vorteil der Geräte ist ihr unkomplizierter Aufbau und der geringe Platzbedarf. Zieht man um, kann man sie mitnehmen.

Die Technik ist ansonsten die gleiche wie bei Dachanlagen: In beiden Fällen produzieren Solarmodule aus Sonnenenergie Strom. Im Solarmodul wird die Sonnenenergie in Gleichstrom umgewandelt. Der Gleichstrom wird im Wechselrichter wiederum in Wechselstrom umgewandelt, der in das Wohnungs- oder Hausnetz eingespeist wird. Elektrogeräte benutzen dann vorrangig Sonnenstrom – und erst wenn dieser nicht zur Verfügung steht, greifen sie auf das übliche Stromnetz zurück.

Während die Module auf dem Dach mehrere Tausend Kilowattstunden erzeugen, sind es bei den Solargeräten auf dem Balkon nur wenige hundert Kilowattstunden. Das ist selbst bei gleicher Leistung der Fall, da der Anstellwinkel zur Sonne auf dem Dach besser ist. Vor allem aber können auf einem Dach mehr Module untergebracht werden, als auf dem Balkon. Klassische Solaranlagen auf Dächern fangen bei etwa 15 Modulen an, häufig sind es mehr. Eine typische Photovoltaikanlage für den Balkon besteht aus ein bis zwei Modulen. Die kleinsten Vertreter leisten circa 150 Watt, die größten rund 600 Watt. Mit den Höchstwerten lassen sich im Schnitt etwa 570 Kilowattstunden pro Jahr erzeugen. Dies entspricht knapp 20 Prozent des Stromverbrauchs des Durchschnittshaushalts.

Wer als Hausbesitzer die Möglichkeit hat, sollte daher die fest installierte Dachanlage vorziehen. Dafür sind die kleinen Anlagen für die Steckdose aber etwas für Mieter. Denn die Anlagen lassen sich vom Besitzer installieren, und bei einem Umzug sind sie schnell ab- und wieder angebaut.

Nicht nur bei der Leistung, sondern auch bei den Kosten sind die Unterschiede groß. Einsteiger-Photovoltaikanlagen fürs Dach beginnen bei 6 000 Euro inklusive Installation. Steckdosen-Solargeräte in guter Qualität mit Modul, Wechselrichter, Befestigungssystem und Anschlussleitung gibt es schon ab 440 Euro. dpa