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Emwelt & Gesondheet

Eigener Sirup aus dem Garten

Schwarzen Holunder anbauen

Emwelt & Gesondheet 13.05.2019
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Eigener Sirup aus dem Garten


Die Blüten sind reif für die Ernte, wenn sie starken süßlichen Duft verströmen. Foto: Shutterstock

Wer Holundersirup selber machen möchte, sollte den Schwarzen Holunder (Sambucus nigra) im Garten setzen. Er kann als Strauch oder kleiner Baum wachsen und wird bis zu sieben Meter hoch. Die Blüten sind reif für die Ernte, wenn sie starken süßlichen Duft verströmen. Das ist meist von Mitte Mai bis Ende Juli der Fall. Es wird geraten, die Blüten am besten an einem trockenen und sonnigen Tag am späten Vormittag zu entfernen. Die Dolden sollten als Ganzes abgeschnitten und in einen Korb gelegt werden, ohne sie zu zerdrücken. Insekten sollte man leicht ausschütteln. Im Frühjahr sollte man der Pflanze etwas Kompost geben, derlocker über der Erde verteilt wird. Man sollte ihn nicht mit Grabegabeln einarbeiten, da der Holunder flache Wurzeln hat, die man verletzen könnte.


Gemüsepflanzen sind Sonnenkinder

So gelingt der Anbau auf dem Balkon

Den eigenen Salat anbauen, die Tomaten fürs Abendessen noch schnell selbst ernten – im Garten ist das alles kein Problem. Aber auch nicht auf einem Balkon. Das „Urban Gardening“ ist nur ein wenig anders. Für gutes Wachstum brauchen die Pflanzen hier vor allem drei Dinge: Wasser, Dünger und Sonne.

Tatsächlich bietet der Balkon sogar Vorteile für den Gemüseanbau. Er ist grundsätzlich gut geeignet für Gemüse, weil die meisten Gemüsearten wärmeliebend sind. Durch die Nähe zur Wand, die reflektierende Sonnenwärme, die schützende Brüstung und die Überdachung ist es hier generell ein paar Grad wärmer als in der Umgebung. Falls es im Hochsommer sogar mal zu warm werden sollte, lässt sich leicht Abhilfe schaffen: Ein Sonnenschirm schützt auch die Pflanzen.

Um diese optimal mit Licht zu versorgen, gibt es allerdings ein Ausschlusskriterium für den Gemüseanbau an dieser Stelle: Ein Nordbalkon eignet sich nicht. Auf allen anderen aber können nicht nur Kästen an der Brüstung stehen, sondern größere Pflanzen auch auf dem Boden. Denn die Lichtmenge auf dem Balkon ist eigentlich ausreichend.

Unverzichtbar ist Dünger. Handelsübliche Erde ist vorgedüngt, aber gerade bei Starkzehrern ist dieser Dünger nach circa sechs Wochen verbraucht. Hier muss man mit Flüssigdünger nachdüngen. Noch besser ist es, vor dem Einpflanzen Hornspäne unter die Erde zu mischen. Davon profitieren die Pflanzen langfristig, denn der enthaltene Stickstoff wird erst nach und nach freigegeben. Die Früchte konventionell gedüngter Pflanzen sind bedenkenlos essbar. Allerdings: Wer in Bio-Qualität ernten möchte, braucht auch Bio-Dünger.

Ebenfalls entscheidend für die Nährstoffversorgung einer Pflanze ist die Größe ihres Topfes. Je größer ein Topf, desto mehr Wasser und Nährstoffe können dort gespeichert werden. Und eine gleichmäßige Versorgung ist für das Wachstum enorm wichtig. Für Tomaten, Zucchini und Paprika wird zu etwa 20 Litern pro Pflanze geraten.

Das wichtigste Thema für Balkongärtner ist: Das Gießen. Hier gibt es keine Ausreden – gerade bei den begrenzten Speichermöglichkeiten der Töpfe ist besonders regelmäßiges Engagement gefragt. Alternativen sind kleine Bewässerungsanlagen.

Die Pflanzauswahl ist, wie auch im Garten, abhängig vom Standort – also in diesem Fall der Ausrichtung des Balkons. Tomate, Aubergine, Zucchini und Gurken sind sehr wärmeliebend; für Pflücksalate, Mangold, Kohlrabi, Möhren oder Radieschen tut es auch der West- oder Ostbalkon. Ansonsten ist beinahe jede Aufzucht möglich, und von vielen Gemüsearten gibt es auch balkongerechnet Züchtungen, die kompakter und kleiner wachsen. Für manches ist allerdings einfach nicht der Raum auf dem Balkon da. Ein einzelnes Radieschen beispielsweise gibt nicht so viel her. Radieschen sind schnell, aber man braucht sehr viel Platz, bis man einen Bund zusammen hat. Dagegen wird Balkongärtnern zum Beispiel zu Tomaten und zu Salaten geraten. Letzterer kann sogar dekorativen Wert haben: Es gibt auch spezielle Sorten wie etwa Forellensalate, die gesprenkelt sind. Da hat man auch noch einmal einen optischen Reiz.

Um mehr Raum aus dem Balkon herauszuholen, kann man Gurken und Melonen auf einem sonnigen Balkon am Rankgitter in die Höhe ziehen. Dafür muss man nur ein stabiles Rankgerüst bieten und schauen, dass auch die Früchte gestützt sind, damit sie nicht abbrechen. Empfohlen werden Stangen- oder Kletterbohnen, die dazu noch als „attraktiver Sichtschutz“ fungieren können. dpa