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Die Eier machen's

Gastronomie
Wer sich in Karnevals-Stimmung bringen will, backt sich den Krapfen, Berliner oder Pfannkuchen selbst. So kann man die Familie mit lustigen Füllungen überraschen. Foto: Christin Klose/dpa-tmn

Bei Faschings-Krapfen Eiweiß weglassen

Gastronomie 18.02.2021
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Ob sie nun Krapfen, Pfannkuchen oder Berliner genannt werden – das süße Hefegebäck darf rund um den Helau- und Alaaf-Höhepunkt des Jahres nicht fehlen. Wie es gelingt, erklärt eine Hofbäuerin.

Wer Butterschmalzkrapfen selber backt, kann Rezepte nach eigenem Geschmack abwandeln und die Füllung selbst bestimmen. „Die Qualität des Krapfenteiges steht und fällt dabei mit den Eiern. Eigelb macht den Teig geschmeidig und sorgt für eine schöne Farbe“, erklärt Marina Homeier. Die Bäuerin aus der Oberpfalz verwendet daher Eier mit einem kräftigen Dotter und verzichtet allerdings auf Eiweiß, weil es den Teig oft strohig und trocken mache.

Die Krapfenbäckerin gibt noch weitere Tipps:

- Öl nicht mit der Hefe in direkte Verbindung bringen, sonst können die Hefezellen nicht gut aufgehen.
- Für ein gutes, geschmeidiges Ergebnis sollte der Teig gründlich mit einer Küchenmaschine geknetet werden.
- Backpulver macht die Krapfen feinporiger
- Auch die Fetttemperatur zum Ausbacken ist entscheidend: Ist das Fett zu heiß, dann wird der Krapfen sehr schnell dunkel, aber nicht durch. Ist das Fett nicht heiß genug, dann saugt sich der Krapfen voll Fett und kann nicht mehr so gut aufgehen.
- Ist der Teig zu schwer, dann bekommt der Krapfen keinen schönen Rand – und das ist das Markenzeichen eines gelungenen Krapfens!
- Das Fett höchstens zweimal zum Krapfenbacken verwenden, sonst leidet der wunderbare Buttergeschmack der Krapfen.
- Ausgekühlte Krapfen lassen sich auch einfrieren. Sie tauen rasch auf und sind besonders lecker, wenn sie für zehn Minuten bei 180 Grad nochmals aufgebacken werden.

Und so geht Marina Homeiers Rezept für 12 Krapfen:


Sie dürfen zum Karneval nicht fehlen: leckere (am besten selbst gemachte) Krapfen. Foto: Shutterstock

1. Aus 500 g Mehl, 2 TL Backpulver, 1/2 Würfel Hefe, 290 ml warme Milch, 4 Eigelb, 2-3 Prisen Salz, 1 Schuss Rum, 75 g Zucker und 65 g Sonnenblumenöl den Teig herstellen und 2 Stunden an einem warmen Ort gehen lassen.
2. Teig 2 bis 3 cm dick ausrollen und mit einem Glas (Durchmesser 8 cm) Krapfen ausstechen und sie nochmals 30 Minuten gehen lassen.
3. Krapfen in schwimmendem Fett aus 1,5 kg Butterschmalz und 1/2 Liter Sonnenblumenöl beidseitig für etwa 4 Minuten ausbacken. Dabei die erste Seite bei geschlossenem Topf und die zweite Seite bei geöffnetem Topf oder Tiegel backen.
4. Krapfen auf Küchenkrepp etwas auskühlen lassen und mit Aprikosenmarmelade oder Hagebuttenmark füllen. Zum Befüllen eignet sich ein Spritzbeutel mit Spitztülle. dpa